Der Lichtstrom in Lumen

Der Lichtstrom wird in Lumen gemessen.

Der Lichtstrom in Lumen

Der Lichtstrom gibt an, wie viel Licht eine Lichtquelle in alle Richtungen abgibt. Er umfasst das gesamte sichtbare Licht, dass vom menschlichen Auge wahrgenommen wird.

Die abgestrahlte Lichtleistung ist in der Einheit Lumen (lm) angegeben. Synonym werden Lumen auch für die Helligkeit einer Lichtquelle verwendet.

Ermittelt wird der Lichtstrom entweder rechnerisch oder mithilfe von speziellen Messgeräten (sog. Ulbricht-Kugel). Der Lichtstrom ist kein LED-spezifisches Thema, er betrifft alle Lichtquellen.

Lichtstrom

Lumen: Was ist das?

Das Lumen (lat. für Licht, Leuchte) ist eine international standardisierte Einheit für den Lichtstrom einer Lichtquelle. Es beschreibt die pro Sekunde abgestrahlte Lichtmenge im Wellenbereich des sichtbaren Lichts.

Grundsätzlich gilt: Je höher die Lumenzahl, desto mehr Helligkeit bietet eine Lichtquelle.

Lumen statt Watt!

Früher war die Glühlampe das klassische Leuchtmittel schlechthin. Verbraucher orientierten sich an ihrer Wattangabe und zogen daraus Rückschlüsse auf ihre Helligkeit.

Stets war Verlass darauf, dass Glühlampen mit der gleichen Wattangabe auch gleich hell leuchten. Deswegen wurden sie weitgehend im Verhältnis 1:1 ausgetauscht.

Die Wattzahl sagt zwar generell etwas über den Energieverbrauch einer Leuchte aus, eignet sich aber nicht zum Ausdruck ihrer Helligkeit. 

Lumen oder Watt

Besonders seit dem europaweiten Produktionsverbot für Glüh- und Halogenlampen verliert die Wattangabe zunehmend ihre Bedeutung. Heutzutage wird die Leuchtkraft von Leuchten und Leuchtmitteln einheitlich in Lumen angegeben.

Das liegt daran, dass unterschiedliche Lichtquellen einen unterschiedlich starken Lichtstrom pro Watt erzeugen. Oder anders ausgedrückt: Unterschiedliche Lichtquellen sind bei dem gleichen Stromverbrauch (=Watt) unterschiedlich hell.

LED-Leuchten benötigen zum Beispiel deutlich weniger Watt als herkömmliche Lichtquellen, weil sie die eingebrachte Leistung effizienter umsetzen. Darüber hinaus erzeugen sie kaum Wärme und benötigen somit nur einen Bruchteil der Energie, um dieselbe Helligkeit zu erzeugen.

In der folgenden Tabelle sind die Lumenwerte einer Glühlampe und eines LED-Leuchtmittels jeweils gegenübergestellt. Die LED setzt die eingebrachte Energie im Durchschnitt 5x effizienter um.

Glühlampe 25 W40 W60 W100 W
Lumen249 lm470 lm806 lm1.521 lm
LED-Leuchtmittel 4 W6-8 W12 W17 W

Für den Fall, dass Sie noch herkömmliche Leuchtmittel ohne ausgewiesene Lumen verwenden, kann der Lichtstrom in Lumen grob errechnet werden. Hierfür hat sich eine allgemeine grobe Faustformel zur Berechnung der Lumen bewährt*:

Herkömmliche Wattzahl               x             10         = Lumenwert

(*Anmerkung: Diese Formel beinhaltet weder den Abstrahlwinkel noch die Entfernung zur Lichtquelle. Sie dient lediglich zur groben Orientierung.)

Wie viel Lumen werden gebraucht?

Einen pauschalen Lumenwert gibt es nicht, da er von vielen Faktoren abhängt. Die Größe und Form eines Raumes, die Deckenhöhe, die Farbe der Wände und Böden sowie die Bauart der Leuchte haben einen Einfluss darauf.

Außerdem muss der Lumenwert immer in Verbindung mit dem Abstrahlwinkel betrachtet werden. Eine Leuchte mit einem Abstrahlwinkel von 60° ist punktuell deutlich heller als eine zweite Leuchte mit einem Abstrahlwinkel vom 120°, obwohl beide den gleichen Lumenwert haben.

Ausschlaggebend sind der grundlegende Einsatzort und Einsatzzweck der Leuchte bzw. des Leuchtmittels. Eine Arbeitsumgebung benötigt prinzipiell eine höhere Lumenzahl als ein privater Wohnraum.

Zusammenhang Lumen und Lux

Fazit

Lumen beschreiben „nur“ das aus der Leuchte austretende Licht. Die Lumenangabe ist zwar notwendig, reicht aber nicht aus, um eine optimale Beleuchtung zu planen. Deswegen die Beleuchtungsstärke in Lux verwendet. Sie beschreibt, wie viel Licht tatsächlich auf der beleuchteten Fläche ankommt. Unabhängig davon, wie viel Licht die Leuchte theoretisch ausstrahlt.